Unsere Vision

 

 

Die Welt ist kompliziert. Das war sie vermutlich schon immer, doch hat sich die Verfügbarkeit von Informationen und die Schlagzahl ihrer Erneuerung durch neue Medien drastisch erhöht. Unser Wahrnehmungshorizont hat sich ausgedehnt, lokale Ereignisse gewinnen in einer vernetzten Welt globale Bedeutung. Politische und wirtschaftliche Entscheidungen sind in ein verzweigtes Netz von Interessen und Abhängigkeiten verstrickt, die sich nicht selten widersprechen. Bekämpft man sich in einem Augenblick noch aus Überzeugung, koaliert man im nächsten. Der Übergang von einem Extrem ins andere ist fließend: die Grenzen verwischen, wie zwischen Fakten und ihren angeblichen Alternativen. Das Widersprüchliche ist Normalität und für nahezu alles lässt sich in der Fülle an Informationen Legitimation finden.

 

Bedachter und gut recherchierter Journalismus ist deswegen heute wichtiger denn je. Die Fragen sind groß, die Antworten komplex. Unser Magazin Zweiundvierzig soll Klarheit schaffen, ohne zu verkürzen; Wissen vermitteln, ohne zu belehren. Wir wollen einen Resonanzraum schaffen, der aktuelle und gesellschaftspolitische Themen aufgreift und durch Fakten aus der Wissenschaft aufschlüsselt. Zehn Experteninterviews, und damit zehn unterschiedliche Perspektiven, bilden die Grundlage für jede Ausgabe. Indem wir Expertenwissen zugänglich machen, wollen wir dazu beitragen, die Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu überbrücken. Tiefgehende, unterschiedliche Positionen zu einem Thema aufzuzeigen, ist uns besonders wichtig, denn zu oft werden simple Erklärungen der Komplexität gesellschaftlicher Entwicklungen nicht gerecht. Die Relevanz unserer Themen endet nicht an nationalstaatlichen Grenzen, Zusammenhänge können nur im Vergleich erkannt werden, Internationalität ist heute eine Voraussetzung für Verständnis – Deshalb erscheint Zweiundvierzig mehrsprachig und wird für euch von einem Team aus ganz Europa gemacht.

 

Frei nach Douglas Adams Roman Per Anhalter durch die Galaxis kann und soll Zweiundvierzig nicht die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ sein, sondern Diskussionen fördern und den Blick über den eigenen Tellerrand anregen. Durch neue Impulse aus den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen wollen wir euch dabei unterstützen, die Welt, in der wir leben, etwas besser zu verstehen und aktiv mitzugestalten. Wir fragen neugierig und haken mutig nach, um in einer vernetzten Welt eine verlässliche Quelle der Information zu sein.